Saison 2020/2021

Projekt „Lebenstraum“ – auf dem Weg ins Schlaraffenland
ein multikulturelles Theaterprojekt mit jungen Menschen

kmik_logo-kleinIm Rahmen von „InterKulturMachtKunst-KunstMachtInterKultur“ des Bundesverbandes Netzwerk von Migrantenorganisationen (BV NeMO) aus Mitteln des Bundesprogrammes „Kultur macht stark“ (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Lokale Bündnispartner

Helping hands e.V. und Schule am Dohlberg

Kooperationen

Theatergruppe JuleKu, Jugend lebt Kultur (eigene Produktionen: „Antigone“, „Volpone“, Musiktheater in Büdingen, Friedberg und Frankfurt)
Stage & Musical e.V. / Academy Frankfurt, Kulturhaus Frankfurt

Mitwirkende

18 junge Menschen zwischen 11 und 18 aus insgesamt 8 verschiedenen Herkunftsländern
Theaterpädagoginnen Carola ???
Musikpädagogin Christine Hübner
Schauspiellehrer Andreas Walther Schroth
Tanzpädagogin Artemis Arnakis
Felix Hohmann („Volpone“, „Antigone“, Drehbuch, Regie, Darsteller) 5. Semester Theaterwissenschaften
Anna Okunowski („Faust“, „Antigone“, „Volpone“, Choreografie, Instrumental/Gesang, Schauspiel) letztes Semester Stage & Musical Academy Frankfurt, Staatlich anerkannte Bühnendarstellerin
Pädagogen, junge Amateurschauspieler,
Nicholas Okunowski („Volpone“, Drehbuch, Bühnenbau, Maske und Kostüme, Schauspiel), Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst Offenbach
Jonathan Appel, Vertonung Musiktheater „Volpone“, Instrumental Keyboard, Geige, Elektronik
Till ???, („Volpone“, Regie, Schauspiel), Teamleitung Kulturkollektiv des Vereins
Weitere Helfer aus der Schauspielgruppe

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Was wir machen?

Kunst eröffnet Wege….auch in unser ganz persönliches Schlaraffenland… , das haben wir alle erfahren können.

Wo sonst kann man auf so unterschiedliche Weise seinen Gefühlen oder Gedanken Ausdruck verleihen. Dabei sind gerade auch symbolische Darstellungen hilfreich, um direkter Konfrontation ausweichen zu können und Interpretationsmöglichkeiten zu eröffnen.
Kunst kann aber auch helfen, Dinge zu erkennen, seine eigene Position zu bestimmen und zu reflektieren. Damit verbundene mögliche Ängste können vertanzt und versungen werden. In eine andere Rolle geschlüpft, fühlt sich dann vieles einfacher an.

Unser Ziel ist es junge Menschen auf dem Weg in ihrer neuen Heimat zu begleiten. Oft wird vergessen, wie allein sie sind nach Fluchttrauma, Verlust und Ankunft in einer unbekannten Welt gestrandet, die sie sich mühsam erobern müssen. Die Eltern können in den meisten Fällen noch nicht so zur Seite stehen, lernen sie die Sprache noch viel langsamer mit geringen Außenkontakt in eher geschlosseneren Sprachkursen. Neben Sprache und Kultur müssen auch neue Lebensziele bestimmt werden. Wir haben gesehen, dass es einige junge Menschen schaffen, einen guten Schulabschluss zu erreichen, eine Ausbildung abzuschließen, aber letztlich doch isoliert zu bleiben.

Im Lebenstraum schaffen wir nicht nur Räume, diese unterschiedlichen Möglichkeiten von Kunst zu entdecken, wir wollen uns auch gemeinsam auf die TraumReise unseres Lebens begeben, unsere Träume finden und greifbar machen, darstellen.

Unsere KünstlerFreunde/innen eröffneten Einblicke in die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bühnenkunst und weckten Neugierde, Fortführung inklusive.

Wir machen weiter online.

Wöchentlich Samstags treffen wir uns nicht mehr im Dorfgemeinschaftshaus in Lorbach, sondern im Netz. Damit das hier nicht so schwierig wird, konzentrieren wir uns auch auf Übungen zum Sprechen, auf kleine Rollenspiele ….und auf das Arbeiten an Bühnenbild und Requisiten. Fein säuberlich finden Ideen Eingang in die Theatertagebücher und so manch ein/e Teilnehmer/in bespricht ihre veränderten Lebensträume mit einzelnen Teamern und probt auch kleine Darstellungsformen, ein Lied, ein Gedicht, einen Dialog. Leider müssen wir das Tanzen noch ein wenig aufschieben.
Aber wir sind auch stolz darüber, wie viele Bausteine unser Schlaraffenland Stück für Stück sichtbar machen, trotz erschwerter Bedingungen.

Perspektive

Alle TeilnehmerInnen möchten gern weitermachen nach Ablauf dieses Projektes, ihre gestalterischen Ideen weiterentwickeln und erproben können auf einer richtigen Bühne. Neuanmeldungen erreichen uns, je bekannter unsere Arbeit wird. Das sichtbar gewachsene Selbstbewusstsein vieler Teilnehmerinnen, zunehmend sprachliche Sicherheit, künstlerisches Interesse ….wird nicht nur von Eltern signalisiert, auch Paten und Lehrkräfte staunen.
Deshalb arbeiten wir an einem neuen Antrag für ein Jahresprojekt.

 


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